Kreislaufwirtschaft als Treiber der Sustainable Development Goals

Wie das Europäische Kreislaufwirtschaftspaket nachhaltiges Produktions- und Konsumverhalten fördert und fordert

Im Jahr 2015 verabschiedeten die Vereinten Nationen globale Ziele für nachhaltige Entwicklung, die sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs). Dabei handelt es sich um 17 Ziele, die auf mehr als 150 spezifischen Unterzielen beruhen. Die SDGs befassen sich mit den Auswirkungen unseres globalen wirtschaftlichen Wandels und verfolgen dabei einen umfangreichen Multi-Stakeholder-Ansatz.

Kreislaufwirtschaft trifft SDG#12

Befasst man sich mit dem Thema Kreislaufwirtschaft sticht ein Ziel heraus: Das SDG#12: „Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen“ beschäftigt sich mit der Überwindung des Dogma „Produzierens, Konsumierens und Wegwerfens“, welches seit der industriellen Revolution gelebt wird, und stellt einen positiver Wandel für Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt in den Mittelpunkt des Handelns.

Verschiedene Untersuchungen, u.a. von der Ellen MacArthur Foundation, belegen, dass Kreislaufwirtschaft viel zu dieser Agenda des SDG#12 beitragen kann: Die Umsetzung des Kreislauf-Modells in Europa könnte bis 2030 einen jährlichen Nettonutzen von 1,8 Billionen EUR erzielen. Des Weiteren hätte die Kreislaufwirtschaft in den Bereichen Mobilität, Infrastruktur und Ernährung das Potential die CO2-Emissionen bis 2030 im Vergleich zum heutigen Niveau zu halbieren. Vor allem in der Landwirtschaft könnten durch die Optimierung von Nährstoffkreisläufen weitere Ziele der SDGs unterstützt werden wie der Erhalt der Artenvielfalt, die Einschränkung des Wasserverbrauchs und der Nährstoffversorgung. So könnten landwirtschaftliche Abfall- und Nebenprodukte genutzt werden, um Energie zu produzieren und den Verbrauch an chemischen Düngemitteln zu senken.

EU Aktionsplan in Kraft getreten

Die EU-Kommission verabschiedete 2015 das Kreislaufwirtschaftspaket, welches einen Meilenstein im Bereich der Umwelt- und Wirtschaftspolitik darstellt. Durch die möglichst lange Nutzung von Produkten und Ressourcen soll Abfall vermieden und durch konsequentes Recycling der Ressourcenverbrauch eingeschränkt werden. Neben Gesetzesvorschlägen für den Abfallbereich enthält das Kreislaufwirtschaftspaket auch einen umfangreichen Aktionsplan.

Im Aktionsplan finden sich 54 Maßnahmen für die schnelle Etablierung zirkulärer Systeme, die Steigerung der globalen Wettbewerbsfähigkeit sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen und nachhaltigem Wirtschaftswachstum. Der Aktionsplan fokussiert sich dabei auf fünf wesentliche Sektoren: Kunststoffe, Lebensmittelabfälle, Biomasse und biobasierte Materialien, kritische Rohstoffe sowie Bau- und Abbruch.

Schlüsselmaßnahmen des Aktionsplans

Neben der Förderung von Innovationen und Investitionen mit mehr als 650 Mio. EUR im Rahmen des Forschungsprogramms „Horizont 2020“ und 5,5 Mrd. EUR im Rahmen der EU-Strukturfonds, sollen auch Qualitätsstandards für Sekundärrohstoffe entwickelt werden, um einen größeren Markt für diese zu schaffen. Hierfür plant die EU u.a. eine Überarbeitung der EU-Düngemittelverordnung zur leichteren Anerkennung von organischen und aus Abfällen hergestellten Düngemitteln. Auch an der Erleichterung der Wiederverwendung von (Ab)wasser wird gearbeitet. Weiters wird das Ökodesign von Produkten im Sinne der Reparaturfähigkeit, Haltbarkeit und Recyclingfähigkeit gefördert. Neben der nachhaltigeren Nutzung natürlicher Ressourcen (SDG 12.2.) sowie der deutlichen Verringerung des Abfallaufkommens (SDG 12.5.), soll auch der umweltverträgliche Umgang mit Chemikalien und allen Abfällen während ihres gesamten Lebenszyklus (SDG 12.4) erreicht werden. Durch höhere Recyclingquoten und die Verringerung der Deponierung kann Abfall reduziert werden und die Freisetzung von Chemikalien in Luft, Wasser und Boden zum Schutz von Mensch und Umwelt erheblich verringert werden. Zusätzlich beabsichtigt die Europäische Kommission mit der im Aktionsplan genannten Kunststoff-Strategie die Verschmutzung der Meere deutlich zu reduzieren. Auch das SDG 12.3., die Verringerung von Lebensmittelverschwendung, wird im Kreislaufwirtschaftspaket adressiert. So sollen die Maßnahmen im Aktionsplan sowie die Entwicklung einer gemeinsamen Messmethodik Lebensmittelverschwendung um die Hälfte bis 2030 reduzieren.

Es muss noch viel mehr getan werden!

Auch wenn das Kreislaufwirtschaftspaket einen wesentlichen Teil zur Erreichung des SDG12 beitragen kann, wird es für die Zielerreichung entscheidend sein über die Themen Abfallwirtschaft und Recycling hinauszugehen und eine längere Produktnutzung, z.B. durch neue Geschäftsmodelle, zu etablieren. Es reicht nicht aus Ressourcen effizienter zu nutzen, sondern wir müssen unseren gesamten Konsum reduzieren und intelligenter organisieren. Dafür braucht es von der EU klare und messbare Ziele für eine absolute Reduktion des gesamten Rohstoffverbrauchs in der Wirtschaft. Eine ökologische Steuerreform wäre dabei eines der effektivsten politischen Instrumente. Doch die EU ist in globale Wertschöpfungsketten eingebettet, weshalb ihr Handlungsspielraum ohne internationale Standards für die Haltbarkeit, Wiederverwendbarkeit und Wiederverwertbarkeit von Produkten sehr begrenzt ist. Dennoch sollte die EU ihre Vorreiterrolle wahrnehmen und die Kreislaufwirtschaft noch stärker als bisher zu forcieren, um eine lebenswerte Zukunft, in der Mensch und Natur in Harmonie leben, zu gestalten.

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Trendwende bei Plastik

Herausforderungen und neue Strategien für Unternehmen

Die Problematik des Plastikmülls in der EU

Plastik begleitet uns in vielen Lebensbereichen. Während Kunststoffe in der Medizin wichtige Funktionen erfüllen, verkommen sie im Alltag oft zum Wegwerfprodukt mit kurzer Lebensdauer. Allein in Europa fallen rund 26 Millionen Tonnen Plastikmüll pro Jahr an. Nur 30% dieses Mülls werden zur Wiederverwertung gesammelt. Dabei benötigt Plastik, das achtlos in der Natur landet, bis zu 400 Jahre bis zur vollständigen Zersetzung. Eine Reduktion des Plastikaufkommens und höhere Recycling-Quoten sind dringend notwendig, um diese enorme Ressourcenverschwendung und Umweltverschmutzung einzudämmen. Unternehmen, Konsumenten und die Politik müssen sich um eine Vorbildwirkung in der Müllvermeidung, der qualitativ hochwertigen Verwertung sowie der Etablierung von Mehrwegsystemen, bemühen.

Politische Entwicklungen zur Bekämpfung des Müllproblems

Die EU Kommission plant aktuell ein Verbot von Einwegprodukten aus Kunststoff wie beispielsweise Strohhalmen, Einwegbesteck, Einwegtellern oder Wattestäbchen. Sowohl NGOs wie der WWF als auch Wirtschaftsvertreter begrüßen das Vorhaben. Denn in Fällen wo Plastik keine essentielle Funktion erfüllt oder Alternativen verfügbar sind, ist ein Verbot durchaus sinnvoll.

Um das Müllproblem erfolgreich zu bekämpfen, stellt auch die Kreislaufwirtschaft einen enormen Hebel dar. Die EU setzt hier mit dem Circular Economy Package, welches konkrete Recycling Ziele und maximale Deponierungsquoten für Abfälle vorschreibt, einen wichtigen Impuls. Um diese Ziele zu erreichen müssen Unternehmen im Austausch mit Entsorgungsbetrieben Produkte entwickeln, deren Design die Wiederverwertung von vornherein berücksichtigt. Diese Produkte sollten möglichst langlebig, reparierbar und zu 100 % im Kreislauf führbar sein.

Mögliche Lösungsansätze für Unternehmen

Innovative Geschäftsmodelle und technische Innovationen stellen wichtige Stellschrauben für eine effizientere und vor allem effektivere Ressourcennutzung dar und sind damit wesentliche Treiber der Kreislaufwirtschaft. Ziel muss es sein, ressourcenschonender zu produzieren – von der Rohstoffgewinnung über die Verarbeitung, die Gestaltung der Produkte, den Handel und Konsum bis zur Wiederverwendung oder Entsorgung. Außerdem müssen Unternehmen mehr Verantwortung für das Lebensende ihrer Produkte übernehmen – also beispielsweise, wie es leider in vielen Ländern noch nicht der Fall ist, Sammlung, Sortierung und Recycling von Verpackungsabfällen mit finanzieren.

Viele Unternehmen begrüßen das Vorgehen gegen das Plastikproblem und arbeiten schon jetzt an Lösungen zur 100% Verwendung von wiederverwendbaren, recyclebaren oder kompostierbaren Verpackungen. Jedoch ist auch Skepsis am Plan der EU-Kommission angebracht. Denn auch wenn das Plastik-Verbot ein wichtiges politisches Signal ist, muss sichergestellt werden, dass nachhaltigere Alternativen gefunden werden und nicht alle aus Rohöl hergestellten Einwegprodukte durch solche aus Biokunststoffen ersetzt werden. Denn diese werden zwar auf Basis nachwachsender Rohstoffe hergestellt und sind häufig biologisch abbaubar, jedoch halten sie sich unter Umständen sehr lange in der Natur und verbrauchen in der Produktion durch den Anbau von Nutzpflanzen viele Ressourcen. Daher müssen die eingesetzten nachwachsenden Rohstoffe unbedingt eine zertifizierte Herkunft, wie z.B. Bonsucro (für Zuckerrohr) und FSC (für Holz), vorweisen und idealerweise aus Abfallprodukten bestehen, um die höhere Belastung von Ökosystemen durch Düngemittel zu reduzieren. Ein großes Potenzial haben Biokunststoffe jedoch, wenn sie aufgrund ihrer Materialeigenschaften, wie z.B. der Kompostierbarkeit, neue Segmente erschließen und zu einer umweltverträglicheren Rohstoffproduktion und -verarbeitung beitragen. Obwohl die Kompostierbarkeit in einigen Bereichen vorteilhaft ist, wäre eine Wiederverwertung biologischer Kunststoffe erstrebenswerter. Zukunftsweisend könnte hierfür die Weiterentwicklung von Bio-PET sein, einem Bio-Kunststoff, welcher zu 30% aus nachwachsenden pflanzlichen Rohstoffen statt fossilen hergestellt wird und chemisch identisch zu herkömmlichen PET ist. Die Rohstoffherkunft spielt hier jedoch eine entscheidende Rolle. Idealerweise werden in Zukunft biobasierte Kunststoffe aus agragrischen Reststoffen und Nebenprodukten hergestellt. Eine solche Lösung wäre beim 100% recyclierbaren Biokunststoff Polyethylenfuranoat (PEF) möglich, welcher derzeit entwickelt wird. Zudem hätte der neue Kunststoff bessere Barriereeigenschaften als PET und könnte dadurch einen besseren Produktschutz gewährleisten.

Das wichtigste Ziel sollte allerdings sein den Ressourceneinsatz zu reduzieren und Abfall zu vermeiden. Mehrwegsysteme, insbesondere für Getränkebehälter, sollten ebenfalls forciert werden. Es gilt die absolute Zahl an Einweg-Artikeln stark zu reduzieren und für die Produktion Recyclingmaterialien wie z.B. recycelte Kunststoffe einzusetzen!

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Science Based Targets machen Unternehmen zu Klimaschutz-Vorreitern

Unternehmerische Klimaziele, die im Einklang mit dem Pariser Klimaschutzabkommen stehen

Zukunftsorientierte Unternehmen haben das Risiko des voranschreitenden Klimawandels erkannt: Immer mehr Wirtschaftstreibende setzen sich CO2 Ziele. Doch wie berechnet sich ein fairer Anteil, welchen ein Unternehmen leisten muss, um die globale Erderwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen? Die Antwort darauf gibt die Science Based Targets Initiative. Damit werden unternehmerische Klimaziele entwickelt, die im Einklang mit dem Pariser Klimaschutzabkommen stehen. Bereits über 500 Unternehmen haben sich weltweit angeschlossen und etablieren sich dadurch immer stärker zu einer treibenden Kraft in der weltweiten Dekarbonisierung.
 

Wirksamer Klima-Schutz

Science Based Targets (SBTs) bieten Unternehmen eine wissenschaftlich fundierte Methodik zur Entwicklung einer innovativen 1,5°C Klimastrategie. 2015 wurde die Initiative von CDP, UN Global Compact, World Resources Institute und dem WWF gegründet. Ziel ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, ihren Anteil am Klimaschutz zu berechnen und sich so eine rentable Unternehmenszukunft zu sichern. Mit branchenspezifischen Methoden, einem kostenlosen Berechnungstool, einem Handbuch und technischer Unterstützung ermöglichen SBTs eine praxisnahe Umsetzung.

Folgt ein Unternehmen dem SBT „Call to Action“ verpflichtet es sich innerhalb von zwei Jahren ein wissenschaftsbasiertes Ziel einzureichen. Die Berechnung der jeweiligen SBTs kann durch drei unterschiedliche Ansätze erfolgen, welche je nach individuellen Bedürfnissen ausgewählt werden. Nach einer Prüfung der eingereichten Ziele durch die Initiative wird dieses offiziell anerkannt. Der Entwicklungsprozess eines SBT-Zielpfads liefert dem Unternehmen wertvolle Impulse und verdeutlicht zentrale Handlungsfelder für ihre Nachhaltigkeitsstrategie.

Langfristige Wettbewerbsvorteile

Entscheidet sich ein Unternehmen für einen ambitionierten Klimaschutz bringt dies auch starke wirtschaftliche Vorteile mit sich. SBTs helfen langfristig Kosten zu reduzieren, Innovationen voranzutreiben und die Profitabilität zu steigern. Sie minimieren Klimarisiken für das Unternehmen und erhöhen das Vertrauen von Stakeholdern sowie Investoren. Diesen positiven Zusammenhang zwischen Klimaschutz und Geschäftsergebnis bestätigt eine Studie der Rating-Plattform CDP. Unternehmen mit veröffentlichten CO2 Reduktionszielen erwirtschaften innerhalb von 12 Monaten einen besseren Kapitalertrag als jene ohne. Weiters gaben in einer Umfrage 63% der befragten CEOs an, dass das Setzen von SBTs zu mehr Innovation im Unternehmen geführt hat.

Vorteile Science Based Targets, © by SBTi

Neuer Standard für immer mehr Unternehmen

Welche zentrale Rolle die Wirtschaft bei der Begrenzung des Klimawandels spielt, zeigt ein Blick auf die Zahlen: So entsprechen beispielsweise die direkten CO2 Emissionen der Unternehmen, die sich weltweit der SBT-Initiative angeschlossen haben, den gesamten Emissionen Deutschlands (884 Millionen Tonnen). Darüber hinaus werden unter bestimmten Bedingungen auch Scope-3 Emissionen bearbeitet. Belaufen sich diese auf mehr als 40 % des Gesamt-Footprints eines Unternehmens, werden ambitionierte Vorgaben zur weiteren Reduktion entlang der Wertschöpfungskette gesetzt. Dadurch können Potentiale nachhaltig ausgeschöpft werden.

Über 500 Unternehmen, wie z.B. Coca Cola, Procter & Gamble oder Sony haben sich der SBT-Initiative angeschlossen. Auch österreichische Wirtschaftstreibende sind bereits Teil. Darunter Verbund, Österreichische Post AG, Constantia Flexibles (Ziel bereits gesetzt), sowie Telekom Austria, Raiffeisen Bank International und Austria Glas Recycling (Ziel in Ausarbeitung).

Die Tragweite von 1,5° Grad

Klimaextreme, Wasserknappheit, Artensterben, Hunger, Armut, kriegerische Konflikte: Um die Risiken des Klimawandels zu minimieren ist eine Deckelung des Temperaturanstiegs bei 1,5°C unumgänglich. Dies zeigt auch der neue Bericht des Weltklimarats IPCC. So spitzen sich die Folgen des Klimawandels schon bei einem geringen Temperaturanstieg stärker zu als bisher erwartet.

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Auswirkungen globale Erwärmung © WWF

Bei einem Anstieg von 1,5°C würden etwa 700 Millionen Menschen regelmäßig extremen Hitzewellen ausgesetzt sein, bei einer Temperaturerhöhung von 2°C bereits zwei Milliarden Menschen. Ein Beispiel unter vielen, welches verdeutlicht, dass die strenge max. 1,5°C Paris-Ambition in den Mittelpunkt aller Anstrengungen gerückt werden muss. Für Unternehmen in Industriestaaten wie Österreich bedeutet dies insbesondere den Ausstieg aus fossilen Energien und eine starke Reduktion des Energieverbrauchs bis 2050. Die aktuellen Kriterien der SBT-Initiative entsprechen diesen Vorgaben und begleiten Unternehmen in eine 1,5°C Wirtschaft.

Was Unternehmen heute schon tun können

Die Weltengemeinschaft braucht weitgehende, wirksame Anstrengungen, welche über inkrementelle Emissionsreduktionen hinausgehen. Unternehmen zählen zu den größten Verursachern von Treibhausgasemissionen und sind damit auch ein entscheidender Teil der Lösung. Der WWF ermutigt Wirtschaftstreibende sich auf vielfältige Weise für Klimaschutz einzusetzen und sich der SBT-Initiative anzuschließen. Eine 1,5°C Wirtschaft ist möglich, setzen auch Sie die nächsten Schritte:

  1. Informieren Sie sich online über wissenschaftsbasierte Klimaziele und nutzen Sie die kostenlosen Webinare.
  2. Werden Sie Teil der SBT-Initiative und unterzeichnen Sie den Commitment Letter.
  3. Entwickeln Sie Ihre SBT-Ziele mit Hilfe der Ressourcen und Tools.
  4. Kommunizieren Sie Ihr Ziel und gewinnen Sie Partner entlang Ihrer Wertschöpfungskette.
  5. Vernetzen Sie sich mit anderen Klimavorreitern über Ihre Branchengrenzen hinaus. Auch das Netzwerk der WWF CLIMATE GROUP bietet Ihnen dafür die Möglichkeit.

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Interview with kindby (SIA-Finalist 2018)

Together with the Social Impact Award (SIA) I’m interviewing the ten SIA 2018 finalists about their social entrepreneurship projects. One of them, kindby, is Austria’s first rental store for baby clothing. Read the interview below to find out why. You can vote for your favourite project until the 25th of September here:
https://socialimpactaward.at/

Since babies quickly outgrow their clothes, parents often resort to cheap baby clothes. Founder Okan and his team at kindby want to stop the purchase and sale of low-grade and unsustainable baby clothing through their platform for leasing clothes. In doing so, they want to have a positive impact on the consumption behaviours of newly arrived parents and teach children about sustainability at the same time. We spoke with Okan McAllister about his project, the circular economy and the Students’ Impact Initiative (SII).

Elisa from This Sustainable Life: What was your motivation? Why did you start your project?

Okan from kindby: The obvious reason here is that we want to combat textile waste and unsustainable production methods. However, we would also like to create a social business that is not just for the people who have a sustainable lifestyle, but for everyone. For this, you need a variety of factors, one of which being a competitive advantage. In this case, we have a price advantage we can offer. Usually, sustainable products demand a price premium which might discourage the part of the population who is not necessarily prioritizing sustainability in their lifestyle. We would like to offer an entry way for this segment of the population by solving real life problems for them.

Elisa: How do you achieve this price advantage?

Okan: Especially for baby clothing the leasing model makes sense, since baby sizes change so frequently in the first two years of life. You will be able to rent the clothes for a few euros per month and are able to return it for free. kindby then checks the quality and washes it and then it goes back to the inventory. The rental model saves parents 60% per year, while providing them with the best quality clothing and accessories available.

Elisa: How often can you resell the clothing and is it organic?

Okan: We are not sure yet, we need to find out together how often it can be rented. We also still need to decide if we use organic or normal certified cotton and find out which one is more sustainable since normal cotton could have a longer durability. Reusing the clothing as often as possible would have the most positive impact. We are working with a consulting company on this to find out which method is better from an environmental perspective. It should also be 100% circular and one of the main problems for recycling is multi-fibre textiles. By ensuring that we have 100% recyclable materials the waste management companies don’t need to downcycle anything, we can mill it down to fibres and can sell it to the reclaimed fibre industry.

Elisa: How often do you rent or share things?

Okan: People share stuff because of an economic incentive, but then there is also stigma (e.g. when wearing used clothes). Unfortunately there are not so many options for 2nd hand clothes for men, so I try to buy high quality (sustainably) and buy less. Because the main problem is that we are buying too much and are throwing away to quickly. Reuse mechanisms like 2nd hand clothes thus don’t address the source of the problem. This is why kindby wants to make it more accessible and easier for people to transition into a more sustainable lifestyle without having to pay more for sustainable products.

Elisa: Sounds good! How did you get the idea for your project? What did you do the moment you came up with the idea?

Okan: Although there are current efforts to make second hand cool, charity shops do not address the core issues of textile waste and production. There are several problems along the way. Recollection rates, sustainable production, clothing or accessories that are not recyclable are some of these issues. We wanted to come up with a way to combat most of these areas in a scalable and financially sustainable way. With this business model we are able to empower existing social businesses, sustainable producers, and teach children about responsible consumption, as parts of the profits of kindby will go towards our existing programs we have teaching middle school and high school children about sustainability (www.missionliftoff.com). The moment I had the idea, I was on my way to a meeting in the subway, I simply wrote it down as with most ideas I have. Not an exciting story there, unfortunately. If I see a problem, I want to do something about it.

Elisa: How did you find a team for the project?

Okan: This initiative is implemented by an organization called Students’ Impact Initiative. We create social businesses, and teach children about societal issues. With SII we create impactful ideas and find people that would like to implement them. We have several different initiatives. We want to show that successful bottom-up initiatives can also provide a best case example in our transition to a circular economy. We recruit from all universities every semester! Anyone can be a part of our team and can check us out at www.siiaustria.com. However, for a startup project it is quite difficult to find the right people, since they should technically commit around 2 years full-time to test it and you also need to ensure that your vision is aligned with them. In this case, it’s helpful to write a manifesto as a team to set the right expectations for each other, so that everyone is on same boat (what do you expect from each other? Where will the company go in 10 years? How much time etc. can you invest? How would you react if an investor wants to buy the company?). Set honest expectations and think about the future realistically.

The kindby-Team (c) kindby

Elisa: You probably know that there are already some similar social businesses in Germany and Denmark for leasing baby clothes, how do you distinguish yourself from them and do you see them as competitors or partners?

Okan: After I had the idea I did some research online and also found those companies, but I don’t see them as competition. Social businesses should align to become better together. Social entrepreneurs go into markets that are not well known. When they create a market, regular companies come and compete with them. If you are doing it for the impact you want to have and not for the money only, other social businesses aren’t competition, but partners in crime.

Elisa: What is your biggest difficulty in developing your project? What personal qualities help you?

Okan: It is quite difficult to choose your producers with a vision like ours. Responsible producers and suppliers of baby clothing and accessories are more than welcome to get in touch with us at [email protected] In terms of qualities, we use diversity as our strength. We have people from various backgrounds in our team that provide different perspectives on our projects, which helps us immensely. We do not focus on recruiting people with a business background to our team, but recruit according to mindset. We as SII have an exclusive development program for our members that cover all the relevant areas from project management, business strategy, content marketing, graphic design, all the way down to event management and pitching. This is called the Prime Mover program.

Elisa: What was a funny anecdote from your project life? 😉

Okan: In one of our first pitches for kindby, the title slide had a very cute baby as a background. On the lower left hand corner, we had our logo and the tagline: high quality at affordable prices. It was only until after our pitch that we realized that people initially thought that we were about to talk about renting out babies…

Elisa: Last but not least, what advice would you give to a potential founder?

Okan: In my opinion, there are two main things a founder has to have regardless of background; emotional intelligence and discipline. It starts off by being extremely self aware and secure, which allows you to know what kind of feedback you should be listening to and then having the discipline to not only work on your lagging areas but also just relentlessly keep going. At the end of the day, there is a huge set of hard and soft skills you will need to be able to move forward, and there will always be people who have various opinions on what will work and what won’t. Being truly self aware of what you’re overlooking, what you are not good at and more will help you accept what needs to be better, and a dose of emotional intelligence will help you understand what kind of feedback you should be listening to and what to not focus on. This is why hard work on its own is nowhere near enough. Be at a level of awareness where you can objectively look at yourself and your idea so that you can make sure to work hard on the right things.

You can find further information about kindby on their homepage, Facebook and Instagram.

Die Interviews mit allen 10 Finalisten werden auf der Website des Social Impact Awards , der Facebookseite des Social Impact Awards, sowie auf dem Blog “This Sustainable Life” von Elisa Gramlich veröffentlicht. Die Interviews dienen dem Community-Voting, für welches man auf der Website des Social Impact Awards bis 25. September 2018 abstimmen kann.